Focaccia: Schmeckt wie das genuesische Original

Focaccia: Schmeckt wie das genuesische Original

Fluffig muss sie sein – die Focaccia, wie ich sie in Genua kennengelernt habe. Von der ligurischen Hafenstadt eroberte sie zunächst Italien und längst auch über die Grenzen hinweg die Bäckereien. Doch nur wenige (selbst in Italien) kommen geschmacklich ran ans genuesische Original. In Genua sind gefühlt an jeder Ecke Focaccerie, die das leckere Brot mit den unterschiedlichsten Belägen feilbieten und das traditionell in Rechtecke geschnitten wird.

Ursprünglich zum Frühstück

Ursprünglich war die Focaccia Teil des Frühstücks – so habe ich sie auch kennengelernt – und hat sich im Laufe der Zeit zu einer eigenständigen Zwischenmahlzeit entwickelt. Ich erinnere mich noch gut, als ich während meiner Au-pair-Zeit sechs Wochen in einem kleinen Bergdörfchen nahe Genua verbringen musste. Da es nicht viel Abwechslung gab, habe ich den ganzen Tag Focaccia gegessen. Nach den sechs Wochen war ich 3 Kilo schwerer und die Focaccia-Vorräte der Familie weg.

Focaccia-Rezept – Das Original

Lange habe ich rumexperimentiert, um eine fluffige Focaccia hinzubekommen. Meist war sie mir zu kross oder zu trocken – jetzt habe ich das für mich ultimative Rezept gefunden, das dem genuesischen Original entspricht. Entdeckt habe ich es bei Adriana di Massimo bei Instagram. Allerdings habe ich es etwas abgewandelt.

Focaccia: Schmeckt wie das genuesische Original

Zutaten Teig

1 kg (Dinkel)Mehl (ich mische 2/3 1050er und 1/3 Vollkorndinkelmehl)

1 Päckchen Hefe (42g)

1 Tl Zucker

Salz

Olivenöl

Circa 500 ml Wasser (bei Vollkornmehl etwas mehr)

Wasser-Öl-Mischung

190 ml Wasser

60 ml Olivenöl

Belag

Grobes Salz

Circa 4 Zweige Rosmarin

Zubereitung

Mehl und Salz in eine Schüssel geben, gut durchmischen und in die Mitte eine Vertiefung drücken. Hefe zerbröckeln, in die Mitte geben und den Zucker darüber streuen. Die Hefe-Zucker-Mischung zunächst mit etwas Mehl von Hand oder mit einem Löffel verrühren. Danach das Öl und etwas Wasser über das Mehl gießen und mit den Knethacken des Rührgeräts oder in der Küchenmaschine verkneten, und peu à peu das restliche Wasser hinzugeben. Den Teig ungefähr 15 Minuten kneten. Sollte der Teig zu fest sein, weiteres Wasser hinzugeben.

Die Schüssel mit einem Deckel oder Teller abdecken und den Teig 45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, bis der Teig sein Volumen verdoppelt hat.

Zwei tiefe Backbleche mit Olivenöl bestreichen. Den Teig in zwei Stücke teilen, auf dem Backblech gleichmäßig ausrollen und mit etwas Olivenöl bestreichen. Den Teig abgedeckten noch einmal 1,5 Stunden ruhen lassen.

In der Zwischenzeit Wasser und Ölivenöl verquirlen, so dass eine möglichst homogene Flüssigkeit entsteht. Den Rosmarin abzupfen.

Die Wasser-Öl-Mischung mit einem Löffel gleichmäßig auf dem Teig verteilen und mit den Fingern Vertiefungen in den Teig drücken. Anschließend mit grobem Salz und Rosmarin bestreuen.

Im Backofen bei 180 Grad circa 45 Minuten backen. Frisch aus dem Ofen schmeckt die Focaccia am besten. Du kannst sie aber auch einfrieren und dann bei Bedarf auftauen und erwärmen.

Die klassische Variante der Focaccia ist nur mit Öl und grobem Salz bestreut. Beim Belag sind der Phantasie natürlich keine Grenzen gesetzt: Oliven, Zucchini, (getrocknete) Tomaten oder Zwiebel passen auch ganz wunderbar als Belag.

Berühmt und sehr lecker ist auch die Focaccia al formaggio. Der Teig ist ein etwas anderer, als der, der traditionellen Focaccia und wird komplett mit geschmolzenem Käse bedeckt. Köstlichst! Als Entstehungsort dieser Variante gilt die Stadt Recco in der Nähe Genuas.

Eine weitere Spezialität aus Genua ist das Pesto alle genovese. Das Originalrezept habe ich dir in diesem Artikel aufgeschrieben. Weitere italienische Rezepte findest du in der Kategorie Italienische Küche.

 

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Comments

  1. Miriam says

    Ich habe sie in Ligurien mit dünnen Kartoffeln belegt kennen gelernt, absolut wunderbar! War damals unsere Hauptspeise auf Wanderungen 🙂

    • Ulrike says

      Oh ja. Focaccia ist einfach in allen Varianten super lecker. Ich hab bei Wanderungen in Italien auch immer eine dabei.

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