#KulturWM Niederlande trifft auf Italien

Huis Doorn trifft Villaggio operaio di Via Lincoln

Die Artbeitersiedlung wird auch als das Burano Mailands bezeichnet
Arbeitersiedlung „villagio operaio di Via Lincoln“ in Mailand
Heute ist spielfreier Tag bei der WM 2018. Deshalb schicke ich bei der #KulturWM zwei Länder ins Rennen, die auf dem Rasen nicht dabei sind: Niederlande und Italien. #NEDITA

Kaiser und Arbeiter

Für die Niederlande empfehle ich das „Huis Doorn“, für Italien den „villaggio operaio di via Lincoln“ in Mailand. Ersteres ist ein Schloss in der Provinz Utrecht, in dem der letzte deutsche Kaiser nach seiner Abdankung lebte, das andere eine Arbeitersiedlung mitten in Mailand.

Huis Doorn

Das Huis Doorn war ursprünglich – im 17. Jahrhundert – eine kleine Wasserburg mit Ringmauer und runden Wehrtürmen an drei Seiten und einem rechteckigen Wohnturm. Im 18. Jahrhundert bekam es seine heutige Form.
Steht für die Niederlande Huis Doorn
Haus Doorn, Foto: Ziko van Dijk, Wikimedia
Nach seiner Abdankung erwarb Kaiser Wilhelm II 1919 das Schlösschen und ließ es für sich und seine Familie herrichten. Die Gartenanlage hatte es ihm besonders angetan. Er ließ am Haus ein neo-mittelalterliches Torgebäude hinzufügen und einen Rosengarten anlegen. Ein riesiger Park, der in den benachbarten Forst übergeht, umgibt das Schlösschen.

Exilresidenz

Haus Doorn in der Provinz Utrecht
Haus Doorn, Foto: Ziko van Dijk, Wikimedi

Aus Deutschland mitgebracht hatte er 59 Wagenladungen mit Möbeln, Kunstwerken, Teppichen und Erinnerungen, die sich zum Teil heute noch in den Räumlichkeiten befinden.

Ist schon ein Weilchen her, dass ich dort war, ich habe es aber als sehr bezaubernd in Erinnerung.

Burano Milanese

villagio operaio di Via Lincoln a Milano
Farbenfroh: Die Arbeitersiedlung in der Gegend um die Porta Nova in Mailand
Das Arbeiterviertel wurde im 19. Jahrhundert von einer Baukooperative errichtet für die Menschen, die in diesem Stadtteil – Porta Vittoria – arbeiteten. Die Idee war, für die Arbeiter einfache Häuser zu einem erschwinglichen Preis zu bauen. Die Siedlung ist auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände „Porta Tosa“, das mit dem Bau des Hauptbahnhofs überflüssig wurde, entstanden. Aufgrund der colorierten Häuser wird die Siedlung auch als Burano Milanese bezeichnet. Für manch einen ist diese bezaubernde Ecke das künftige Notting Hill Mailands. [Quelle: Milano today] Vediamo …

Es ist auf jeden Fall sehr hübsch und unter den Touristen noch nicht allzu bekannt.

#KulturWM

Die #KulturWM ist eine Idee von Harald Link und den Herbergsmüttern. Die Idee ist ganz einfach und genial.
„ [… ] statt der Spielstände könnte man während der einzelnen Spiele ja auch mal Kultur-Tipps aus den jeweiligen beiden Ländern twittern, oder? Musik, Theater, Museum, Film … #kulturWM“
Einfach den Kulturtipp mit den Hashtags #KulturWM plus Länderkürzel ergänzen.
Interesse an Kulturtipps? Dann hier entlang >> #KulturWM. Mehr Infos gibt es im Blogpost der Herbergsmütter.

Ich habe mir erlaubt, Kulturtipps aus den beiden Ländern mit abwesenden Mannschaften als Pausenfüller am spielfreien Tag einzuwerfen

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