Urlaub in Bosa auf Sardinien ist für mich wie Heimkommen

Urlaub in Bosa auf Sardinien ist für mich wie Heimkommen
Typisch für Bosa sind die kolorierten Häuser

Regelmäßige Leser*innen dieses Blogs erinnern sich, dass ich Bosa schon öfter thematisiert habe. Ich urlaube regelmäßig in diesem Städtchen an der Westküste Sardiniens in der Provinz Oristano. Warum ich so oft nach Bosa fahre? Nun, italienische Freunde haben dort ein Haus. Sie laden mich regelmäßig ein, mit ihnen den Urlaub zu verbringen. Für mich ist der Urlaub in Bosa immer ein bisschen wie Heimkommen: die Familie, der ähnliche Tagesablauf, die Bekanntschaften. In Bosa benötige ich nicht viel Abwechslung, ich genieß es einfach Teil der Familie zu sein und entschleunige.

Aber auch wenn du dort keinen Familienanschluss hast, ist Bosa und die weniger mondäne Westküste einen Besuch wert – und Sardinien allemal.

Urlaub in Bosa auf Sardinien ist für mich wie Heimkommen

Ein paar Fakten zu Sardinien

Sardinien ist mit 24 090 km² nach Sizilien die zweitgrößte Insel Italiens und hat rund 1,6 Millionen Einwohner*innen (Stand 31. Dezember 2019). Zum Vergleich: in der zweitgrößten Stadt Italiens, Mailands, leben 1,4 Millionen Menschen.

Die Hauptstadt Cagliari liegt ganz im Süden der Insel, die in fünf Provinzen eingeteilt ist: Sassari, Nuoro, Sud Sardegna, Cagliari, Oristano.

Wie ist die sardische Landschaft beschaffen?

Die sardische Landschaft ist karg, reich an Bergen, Wäldern und Flüssen. Die Küste besteht aus teils schroffen felsigen Abschnitten und langen Sandstränden. Zu den bekanntesten Küstenabschnitte zählt die Costa Smeralda im Nordosten, wo sich die Schönen und Reichen tummeln.

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Wie ist Sardinien am besten zu erreichen?

Sardinien ist mit der Fähre oder mit dem Flugzeug nach Alghero, Olbia oder Cagliari zu erreichen. Für Bosa und die Westküste ist Alghero der nächstgelegene Flughafen. Von dort gibt es mehrmals am Tag Busverbindungen nach Bosa oder auch Autovermietungen. Ich bin häufig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

Urlaub in Bosa auf Sardinien ist für mich wie Heimkommen
Nicht nur von Weitem, sondern auch von der Dachterasse aus sichtbaer: die kolorierten Häuser von Bosa

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Bosa

Bosa ist eine kleine Stadt mit knapp 8 000 Einwohner*innen (Stand 31. Dezember 2019), liegt am Fluss Temo und circa 2 Kilometer vom Meer entfernt. Direkt am Meer liegt Bosa Marina mit Sandstrand und den für Italien so typischen aneinandergereihten Liegestühlen, die bagni, sowie einem kleinen Hafen. Charakteristisch für Bosa sind ihre bunten Häuser unterhalb der Festung, die du schon von Weitem sehen kannst.

Als ich zum ersten Mal in Bosa war, war ich etwas enttäuscht, denn ich bin davon ausgegangen, dass das Ferienhaus direkt am Meer liegt. Aber schon bald war die „Enttäuschung“ verflogen. Mittlerweile finde ich es viel besser Mitten in Bosa in unmittelbarer Nähe zur Hauptstraße – und den aperitivo-Möglichkeiten – zu wohnen.

Was kannst du in Bosa unternehmen?

Es gibt ein paar Dinge, die ich bei jedem Besuch mache: mich an den farbenfrohen Häuser erfreuen, zur Festung hochlaufen und die Aussicht genießen, am Corso flanieren und den einen oder anderen Aperitif trinken, im Meer schwimmen und ein paar Ausflüge unternehmen.

Markenzeichen von Bosa sind die kolorierten Häuser

Wenn du durch Bosa schlenderst, kommst du automatisch an den farbenfrohen Häusern vorbei. Denn auch im unteren Teil der Stadt sind viele Häuser farbig angestrichen. An den schon von Weitem sichtbaren kolorierten Häuser kommst du vorbei, wenn du auf den gepflasterten, schmalen Straßen und Gassen den Weg hoch auf den Hügel Seravalle läufst. Als Belohnung für den „Anstieg“ erwartet dich das Schloss Seravalle auch Schloss Malaspina genannt. Außerdem hast du von dort einen atemberaubenden Blick auf die Umgebung, Bosa sowie den Fluss Temo und die alten Gerberhäuser, die das linke Temo-Ufer säumen und die einen morbiden Charme versprühen.

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Die Festung Seravalle eine Sehenswürdigkeit von Bosa

Ich finde, dass der Begriff Festung für das Schloss Seravalle aufgrund seiner Architektur treffender ist. Die Festung stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist der Stolz so manches Bosaners. Übriggeblieben von der Festung ist eine 300 m lange begehbare Mauer mit sieben Türme unterschiedlicher Formen und die Chiesa di Nostra Signora de Sos Regnos Altos. Im Inneren der Kirche kannst du einen relativ gut erhaltener Freskenzyklus aus dem 14. Jahrhundert anschauen.

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Die Chiesa di Nostra Signora de Sos Regnos Altos, Schloss Seravalle, Bosa

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Die Flaniermeile von Bosa: Der Corso

Der Corso Vittorio Emanuel ist die Hauptstraße – abends auch die Flaniermeile im Zentrum – an deren Ende sich der Dom befindet.

Am Corso befindet sich das Museum „Casa Deriu“, welches das Leben in einem adligen Haus anhand des ursprünglichen Mobiliars, Stickereien sowie (Wand-)Teppichen, zeigt. Direkt gegenüber befindet sich die Pinacoteca Antonio Atza, die Arbeiten des Malers Antonio Atza zeigt.

Am Corso befinden sich auch einige Geschäfte, Bars und eine Panetteria/Pasticceria, die ganz wunderbare Teilchen und Pasta herstellen.

Apropos Essen …

Meine Tipps für die Einstimmung auf den Abend mit einem Aperitif, wo du besondere Lebensmittel einkaufen kannst und wo ich gerne Essengehe – etwa Culurgiones –, habe ich bereits in dem Artikel „8 kulinarische Tipps für Bosa, Sardinien “ aufgeschrieben.

Welche Strände sind empfehlenswert?

An Stränden mangelt es nicht rund um Bosa Marina. Es gibt mehrere Strandbäder – ich nenne sie „bagno di lusso“ –, weil ich ab und an gerne auf einer Liege unterm Sonnenschirm am Strand liege. Die Ansammlung an Liegestühlen hält sich glücklicherweise in Grenzen und ist mitnichten mit denen an der Adriaküste vergleichbar.

Vorteil der Strandbäder ist für mich auch, dass sie mit dem Bus von Bosa aus zu erreichen sind. Bei den freien Stränden ist dies wesentlich schwieriger, abgesehen von „Turas“ dem freien Strand in Bosa Marina Richtung Osten.

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Weitere freie Strände, die du nur mit dem Auto und einem kleinen Fußmarsch erreichst, sind unter anderem Porto Alabe und S’Abba Druche nördlich von Bosa. Der Weg zu den Stränden führt oft über unwegsames Gelände. Am Meer angekommen wirst du dafür mit unberührten Stränden und wenig Menschen belohnt. Denk auf jeden Fall daran, einen Sonnenschirm mitzunehmen.

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Welche Ausflugsmöglichkeiten gibt es von Bosa aus?

Wenn du nicht nur Faulenzen möchtest, kannst du auch mit dem Boot rausfahren, Wandern oder Ausflüge etwa nach Alghero, Flussio, Tinnura und Oristano inkl. der Area archeologico di Tharros machen sowie Nuraghe oder den Pozzo Santa Cristina besichtigen (dazu demnächst mehr).

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Nuraghe Santu Antine di Torralba
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Blick über die Dächer Algheros Richtung Meer

Ich benötige in Bosa meist nicht viel mehr als einen Strand, ein interessantes Buch, nette Gesellschaft, gute Gespräche und leckeres Essen, um das Leben wunderbar und luftig leicht zu machen.

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