NPO Blogparade: So kann der Social-Media-Mix aussehen – Beispiel Kronberg Academy

In der aktuellen NPO-Blogparade hat Karin Janner die Frage gestellt, wie der Social-Media-Mix für eine Kultureinrichtung aussehen könnte. Ich möchte diese Frage anhand eines ganz konkreten Beispiels beantworten und zwar anhand der Kronberg Academy, die sich derzeit fürs Web 2.0 „fit macht“ und an deren Aktivitäten ich nicht ganz unbeteiligt bin.

Die Kronberg Academy ist eine private Kulturinstitution, die den Anspruch hat, junge talentierte Musiker auszubilden und auf ihrem Weg an die Weltspitze zu begleiten – dies mit Unterstützung und unter Mitwirkung der bekanntesten Musiker unserer Zeit.

Zwei ihrer Beweggründe, sich mit dem Social-Media-Mix auseinanderzusetzen, sind neue Personengruppen für ihre Arbeit zu begeistern und ein jüngeres Konzertpublikum zu gewinnen sowie die jungen Musiker dort abholen, wo sie sich aufhalten, austauschen und informieren – im Internet.

Im Prinzip nutzt die Kronberg Academy – von wenigen Ausnahmen abgesehen – alle, die von Karin Janner aufgelisteten, Tools wie soziale Online-Netzwerke, Twitter, Blog, Veranstaltungskalender, YouTube und Wikipedia. Peu ? peu werden sie mit eigenen Profilen, Gruppen oder einer Seite in den sozialen Netzwerken vertreten sein. Am aktivsten sind sie derzeit bei Facebook, weil es international aufgestellt ist und viele der jungen Musiker dort Mitglied sind. In Kürze wird sie auch twittern und das Blog öffentlich machen. Bei YouTube finden sich Videos von Meisterkursen wie etwa eines mit Mstislav Rostropovich von 2001.

Für die Kronberg Academy ist es wichtig, möglichst viele dieser Tools – v. a. soziale Online-Netzwerke – zu nutzen, weil sie einen äußerst heterogenen Personenkreis ansprechen will. Jedes dieser Tools ist auf seine Weise für sie sinnvoll. Um über die Meisterkurse zu informieren eignen sich Facebook und MySpace. Für das Kammermusikprojekt „Mit Musik -Miteinader“, das sich an Schüler und Schülerinnen richtet, ist wiederum SchülerVZ die richtige Plattform und zu bevorstehenden Konzerte wird sie demnächst über XING einladen. Bietet das Blog die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren, ausführlich auf Veranstaltungen hinzuweisen und eine breiten Personenkreis anzusprechen, ist Twitter ergänzend dazu gedacht, um auch persönliche Statements u. a. zum Tagesablauf abzugeben, sich in Erinnerung zu rufen und auf Neuigkeiten aufmerksam zu machen.

Sicherlich ist es nicht für jede Kultureinrichtung nötig, in all diesen oben genannten sozialen Online-Netzwerken zu sein. Für manch eine reicht möglicherweise die Präsenz in einem oder zwei der genannten. Wichtig finde ich allerdings, dass die verschiedenen Tools miteinander verknüpft werden, sie sich gegenseitig bedingen und ein Austausch stattfindet, denn erst dann wird eine Kultureinrichtung im Web 2.0 wahrgenommen und es wird mit und über sie gesprochen.

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Comments

  1. Das Blog der Academy sieht vielversprechend aus. Ich bin gespannt, wie erfolgreich ihre Web 2.0-Strategie sein wird. Ich hoffe, Sie berichten regelmäßig in Ihrem Blog darüber, so dass man hier ein Fallbeispiel hätte, das man von Anfang an verfolgen kann.

    Ich gebe das Beispiel der Academy an die Studierenden des Institutes für Soziologie der WWU Münster weiter, die Best-Practice-Beispiele für die Kommunikationsarbeit von Nonprofit-Organisationen suchen. Aus den Aktivitäten der Academy könnte sich ein solcher Best-Practice-Fall entwickeln.

  2. @Brigitte Reiser Ich denke ohne Regelmäßgikeit – auch wenn es nur einmal die Woche ist – macht ein Blog keinen Sinn. Wir haben uns vorgenommen, mind. drei Beiträge/Woche zu schreiben.

    Freut mich, dass Sie das Beispiel an die WWU-Münster weitergeben.

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