NPO-Blogparade ¦ Warum werden Bewegtbilder von NPOs noch so wenig genutzt?

In der sechsten Runde der NPO-Blogparade bin ich dran, die Frage für den März zu stellen, die sich mit dem Thema Bewegtbild befasst.

Spätestens mit erreichen einer kritischen Masse an „videotauglichen” Internetzugängen beschäftigen sich Unternehmen, Handelshäuser, Verlage oder sonstige (Kultur-)Institutionen mit Bewegtbildkonzepten für ihre Websites oder Online-Portale. Endlich können Produkt- oder Dienstleistungsangebote audiovisuell Kunden, Geschäftspartnern oder der Presse präsentiert werden. Bewegtbild ist bezahlbar und „massentauglich” geworden. Verlage agieren heute crossmedial und werten ihre Onlineportale mit Web2.0-Funktionalitäten und Bewegtbildinhalten auf. Der Erfolg bestätigt den Trend: WebTV oder Videoclips im Internet haben teilweise eine hervorragende Akzeptanz – vorausgesetzt die Inhalte sind geeignet, das Thema interessant und die Umsetzung qualitativ gut ist. Mittlerweile sind auch einige (wenn auch wenige) Kulturinstitutionen „auf diesen Zug aufgesprungen” und diejenigen, die Bewegtbildinhalte in ihre Kommunikation integrieren, verzeichnen „traumhafte”  Zugriffszahlen.

Doch noch sind NPOs – und ich schließe hier die Kunst- und Kulturbetriebe (zumal sie mir am Vertrautesten sind) mit ein – mit dem Einsatz dieses Mediums sehr zögerlich. Daher nun meine Frage

„Warum werden Bewegtbilder von NPOs noch so wenig genutzt?”

Ist es das Nicht-Wissen um die Möglichkeiten, die dieses Medium bietet oder ist es der Irrglaube, dass die Produktion von gut gemachten Bewegtbildern enorme Kosten verursacht?

Ein paar Anmerkungen zu den Möglichkeiten, die Bewegtbilder mit sich bringen und warum man sich als Kulturschaffender intensiv damit auseinandersetzen sollte. Die Stärke des Mediums liegt doch u. a. darin, Emotionen zu transportieren und dadurch Interesse zu wecken. Sind es nicht gerade NPOs, die nicht nur mit ihren Leistungen sondern auch bereits als Organisation selbst Emotionen vermitteln (wollen). Hinter den NPOs stehen Menschen, Schicksale aber auch Kunstwerke, Musiker, oder einfach nur Besucher, die der Einrichtung/Organisation dadurch ein Gesicht geben und den Betrachtern ansprechen. NPOs erbringen Leistungen, die teilweise weitaus besser und erfolgreicher audiovisuell zu präsentieren sind, als das eine oder andere Consumer-Produkt, das heute in TV, auf Websites beworben wird. Die Vorteile der NPOs – ihre Leistungen – sprechen für sich, benötigen keine „werbewirksame Story” und sind authentisch.

Themen der NPOs sind „breit streubar und platzierbar”. „Zuschauer” werden nicht nur auf der eigenen Homepage oder in eigenen Blogs erreicht. Interessierte können über Social Communities, diverse Video-Portale oder Verlagsportale angesprochen werden. „Virale Effekte” unterstützen – gerade im Bereich Bewegtbild – gigantisch.

Alle, die zu diesem Thema etwas beitragen möchten, sind herzlich eingeladen, auf ihrem Blog einen entsprechenden Beitrag zu verfassen und ihn hierher zu verlinken oder einen Kommentar zu hinterlassen.

Diese Runde der NPO-Blogparade läuft bis zum 6. April. Wenn Sie wissen wollen, was eine Blogparade ist, wie sie funktioniert und wer daran als Host teilnimmt, dann finden Sie auf dem Blog der NPO-Blogparade die wichtigsten Informationen.

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