NPO Blogparade ¦ Vertane Chance? Influencer als fester Bestandteil der Social-Media-Strategie

Häufig bekommen Blogger Pressemitteilungen oder sogar Produkte von Unternehmen, um sie zu testen und im eigenen Blog vorzustellen. Das Blog ist mittlerweile ein ernsthaftes Medium. So bietet beispielsweise das NRW-Forum für bestimmte Ausstellungen bloggerspezifische Pressekonferenzen an. Ich bekomme des Öfteren von Kultureinrichtungen Pressemeldungen zugeschickt um über neue Ausstellungen zu berichten oder auf Veranstaltungen hinzuweisen. Doch sind Kulturinfluencer mittlerweile Teil der Kommunikationsstrategie? Deshalb nun meine Frage im Rahmen der 21. Runde der NPO-Blogparade:

„Wie sinnvoll ist die frühzeitige Einbindung der für NPOs und Kultureinrichtungen wichtigen Influencer in die Kommunikationsstrategie?“

Für renommierte Einrichtungen ist das vermutlich nicht so relevant. Sie gewinnen schnell ihr Publikum, denn es ist „schick“ ihnen zu folgen oder ein Fan zu sein. Doch wie sieht es bei kleinen und mittelgroßen Einrichtungen aus, die nicht jeder kennt? Ist es für sie nicht eine Chance? Eine Kultureinrichtung, die frühzeitig Fürsprecher einbindet, genießt den Vorteil, dass über sie in Blogs berichtet, folglich gesprochen wird: der Bekanntheitsgrad wird erhöht, und nicht zu vergessen die Signalwirkung. In den Interviews, die ich mit verschiedenen Vertretern von Kultureinrichtungen geführt habe, wurde immer wieder der Dialog mit den Besuchern als wichtiger Punkt angeführt. Denn was bringt die Einbindung der Influencer (und natürlich in der Folge aller Prosumenten) zum Ausdruck? Wir sind am Dialog interessiert und wollen wissen, was ihr sagt. Und zwar nicht nur daran, was ihr gerade zur aktuellen Ausstellung sagt, sondern generell was unser Haus betrifft.

Alle, die zu diesem Thema etwas beitragen möchten, sind herzlich eingeladen, auf ihrem Blog einen entsprechenden Beitrag zu verfassen und ihn hierher zu verlinken oder einen Kommentar zu hinterlassen.

Diese Runde der NPO-Blogparade läuft bis zum 6. März. Was eine Blogparade ist und wie sie funktioniert, steht hier beschrieben.


Reader Interactions

Comments

  1. Ulrike Schmid says

    @Ed Danke für den ausführlichen Kommentar.

    Ich handhabe das ja ähnlich, wobei mein Influencer-Feld (noch) überschaubar ist.

    Frage mich nur, inwieweit Kultureinrichtungen auch tatsächlich auf Influencer zugehen und sie einbinden.

  2. Ed Wohlfahrt says

    Das Thema Influence / Influencer im Social Web ist ein sehr spannendes und gleichzeitig komplexes. Wenig ist darüber bekannt, wie Influence entsteht, wie er gemessen werden kann, wodurch er sich manifestiert, etc. Auch ist es kaum so, dass es ein paar Influencer gibt, die man einfach anspricht / einbindet und damit basta. Jeder einzelne Influencer wiederum wirkt auf eine kleinere oder größere an ihm dran hängende Audience, die in der online PR ebenso mitzudenken ist. In der Ansprache von Influencern verfolge ich seit längerer Zeit einen breiteren Ansatz, der über den einzelnen Influencer hinausgeht und sich auch um (sorgsam ausgewählte) einzelne Mitglieder seines spezifischen Netzwerks „kümmert“. Bedeutet in Summe mehr Analyse- und Recherchearbeit jedoch auch mehr Output. Generell kann es für Kulturbetriebe eine sinnvolle Ergänzung darstellen, sich mit Influencern auf dialogische Ebene zu begeben. Wichtige Voraussetzung dafür aber ist es, zu wissen, wer die Influencer eines bestimmten Hauses sind und wie sie angesprochen werden wollen. Je individueller desto besser. Gutes Gelingen!

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