Lecco – Ein Tag im Naturpark Monte Barro

Manchmal genieße ich ja es auch, eine geführte Wanderung zu machen. Über „Airbnb Entdeckungen“ habe ich Silvia kennengelernt. Sie bietet Wanderungen rund um Lecco an. Mit ihr habe ich gestern eine Wanderung im Regionalpark des Monte Barro gemacht.

Sympathie auf den ersten Blick

Wir haben uns am Bahnhof in Lecco getroffen und waren uns sofort sympathisch! Kennt ihr das auch, dass ihr eine Person beim ersten Aufeinandertreffen so sympathisch findet, dass ihr sie direkt umarmen könntet? Und das, obwohl ihr euch davor nur geschrieben oder telefoniert habt? Bei Silvia ist es mir auf jeden Fall sofort so ergangen. Und es beruhte auf Gegenseitigkeit. 🙂

Regionalpark Monte Barro

Wo es genau hingehen sollte, haben wir spontan beschlossen: Der Regionalpark des Monte Barro.

Zu meinem Glück waren wir nur zu zweit und somit konnte ich fünf Stunden lang nur Italienisch reden. So intensiv bin ich bisher noch nicht in die italienische Welt eingetaucht. Schon nach wenigen Metern begegnete uns eine Gruppe Fotografen, mit der wir unsere erstes Schwätzchen hielten. Weitere  Unterhaltungen folgten. Italiener*innen sind halt ein kommunikatives Völkchen.

Der Wanderweg  ist einfach zu begehen: Pflastersteine, Stufen, aber auch Waldwege und weicher Untergrund. 

San Michele

Nach gefühlt zwei Kilometern haben wir unser erstes Etappenziel erreicht: San Michele, eine Kirche die im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Ihr Dach wurde 1939 zerstört, und es wurde nicht mehr errichtet. Heute wird die Kirche für kulturelle Veranstaltungen genutzt. 

Kurz vor dem Aussichtspunkt Pian Sciresa gibt es eine große Wiese, wo die Familien Leccos im Sommer ihre Sonntage verbringen: Zum Spielen, sich ausruhen, Freunde treffen und Picknick machen, erzählte mir Silvia.

Pian Sciresa

Oben angekommen gibt es die „Baita Pian Sciresa“, eine einfache Berghütte, die zwei Gerichte anbietet. Gestern waren es Polenta und Risotto. An was ich mich hier überhaupt nicht gewöhnen kann, ist dieser Plastikwahn. Selbst an so einem naturbelassenen Ort wird das Essen auf Plastiktellern und mit Plastikgabeln serviert. 

Sympathisch finde ich wiederum, dass Italiener*innen Tischdecken und Servietten mitnehmen, um auf den Bänken draußen gepflegt zu speisen. So auch Silvia, die außerdem noch Gabeln und geschnittenes Obst in einer Vorratsdose mitgebracht hatte.

In der Nähe der Berghütte gibt es eine Aussichtsplattform von der ich einen traumhaften Blick auf den Comer See und die umliegenden Berge hatte.

Nach dem ausgiebigen Mittagessen haben wir uns an den Rückweg gemacht. Wieder in Lecco angekommen, bin ich dann ohne Silvia an der Uferpromenade entlang spaziert, durch das Städtchen geschlendert und hab das schöne Wetter und das italienische Leben genossen.

Die Tour war als vier-Stunden-Tour angegeben, geworden sind es fünf. Silvia und ich hatten so viel Spaß, inspirierende Gespräche, dass die Zeit einfach nur so verflog.

Wer Lust bekommen hat, mit Silvia zu wandern, der findet sie unter Airbnb Entdeckungen oder kann sie direkt über ihr Instagram-Profil kontaktieren. Sie spricht auch Englisch und Spanisch.

Werbung, unbezahlt, aus Begeisterung für Silvia.

Reader Interactions

Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.